OW 19 Geren
- Gemeinde
- Sachseln (OW)
- Ort
- Geren
- Zentrumskoordinaten
- 2662650 / 1188900
- Höhe
- 1250 m
- Höhenstufe
- Tannen-Fichtenwälder der hochmontanen Stufe: Haupt- und Nebenareal
- Standorttypen
- 50 Typischer Hochstauden-Tannen-Fichtenwald (Haupt- und Nebenareal) NaiS 2A NaiS 2B Tree App
- Naturgefahren
- Rutschungen, Erosion, Murgänge NaiS 1
- Stichworte Massnahmen
- Verjüngung mit Schlitzen
- Stichworte Fragestellungen
- Zwangsnutzungen
- Stichworte Holzernte
- motormanuell Seilkran
Kontakt
- Urs Hunziker, Fachverantwortlicher Schutzwald Kanton OW
- urs.hunziker@ow.ch
- Tabea Schumacher
- tabea.schumacher@ow.ch
Zusammenfassung
- Einrichtungsdatum
- 14.09.2007
- Status
- aktiv
- Wirkungsanalyse
- 08.06.2017
- Massnahmen
- 01.10.2007: Verjüngung mit Schlitzen
- Gründe / Fragestellungen bei Einrichtung
Zieltyp: Schutzwald Rutschung, Erosion in Tannen-Fichtenwäldern der hochmontanen Stufe
Wie entwickelt sich die Verjüngung in der 100-jährigen Aufforstung?
Kommt bei grossen Öffnungen trotz Verbiss genügend Verjüngung auf (kant. Banngebiet)?
Wichtiges Demo-Objekt in Einzugsgebiet des Sachsler Dorfbachs.
- Methoden Beobachtung bei Einrichtung
Verjüngungsaufnahmen, Kontrollzaun
- Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting
Fragen/Weiterbeobachten:
Entwicklung der Verjüngung in Öffnung und unter Schirm.
Wildeinfluss (kant. Wildschutzgebiet)
Wirkung von erhöhtem Abschuss im Wildschutzgebiet
Bedeutung Moderholz
Zentrale Erkenntnisse
Was ist gelungen?
Stabilität des verbleibenden Bestandes gut (stabile innere Ränder, die Kronenlängen der Stabilitätsträger dort mind. 1/3), wenig Schäden trotz schwierigem Ausgangszustand (dichte Aufforstung).
Was wurde nicht erreicht?
Verjüngung! (Was in den Öffnungen möglich wäre zeigt sich im oberen Kontrollzaun und mindestens am östlichen Rand der Öffnungen müsste man jetzt Ta-Aufwuchs finden (Protokoll Zwischenbegehung 2011)!
Was würde man heute anders machen und warum?
Lücken etwas kleiner, dafür mehr angrenzende Ränder mit verjüngungsgünstigem Seitenlicht.
Bedeutung des Moderholzes ist sehr gross. Stöcke höher belassen, etwas mehr Moderholz liegen lassen (vor allem grössere Dimensionen).
Welches sind die wichtigsten Erfahrungen für vergleichbare Fläche?
Hohe Stöcke und Moderholz in Arbeitsanweisung genau definieren. Zwangsnutzungen liegen lassen.
Bei Eingriffen möglichst viele unterschiedliche Ansamungsbedingungen schaffen.
Vorverjüngung mit Ta unverzichtbar bei so schwierigen Ausgangsbedingungen (schwierig bedeutet hier: Diffus aufgelichtete Bestände mit starker Konkurrenzvegetation).
Kontrollzaun zeigt Entwicklungsmöglichkeiten sehr gut auf: Fast nur Bah-Anwüchse im oberen Zaun konnten sich in dieser Konkurrenzvegetation durchsetzen. Kopie der Zählungen, siehe Beilage.
Frühzeitiger und stetiger Kontakt und Austausch mit Jagdverwaltung, Wildhut und Jägerschaft.
Hätte man auf einen Eingriff verzichten können?
Nein!
Enger Zusammenhang von Rutschaktivität und Verwurzelung bedingt periodische Verjüngung und Stufigkeit.
Ist man an die Grenzen des Machbaren gestossen?
Krautschicht ist schneller gewachsen als erwartet und behindert Verjüngung sehr stark.
Moderholz wegen Abrutschgefahr nicht überall möglich.
Wildschutzgebiet.
Unter den gegebenen Voraussetzungen ist man tatsächlich an die Grenzen des waldbaulich Machbaren gestossen. Wenn in ähnlichen Fällen der Verbissdruck nicht reduziert werden kann, wird es waldbaulich nicht möglich sein die Anforderungsprofile von NaiS zu erreichen.
Bestandesbeschreibung 14.09.2007
- Entwicklungsstufe: mittleres Baumholz
- Struktur: einschichtig
- Schlussgrad: normal
Bestandesbeschreibung 01.10.2007
Bestandesbeschreibung 02.06.2008
Bestandesbeschreibung 15.11.2010
Bestandesbeschreibung 31.08.2011
Bestandesbeschreibung 15.05.2013
Bestandesbeschreibung 22.07.2015
Bestandesbeschreibung 08.06.2017
Bestandesbeschreibung 05.06.2019
Bestandesbeschreibung 25.05.2021
Bestandesbeschreibung 03.07.2023
Bestandesentwicklung
Chronologie
14.09.2007: Einrichtung
Gründe für und Fragestellungen
Zieltyp: Schutzwald Rutschung, Erosion in Tannen-Fichtenwäldern der hochmontanen Stufe
Wie entwickelt sich die Verjüngung in der 100-jährigen Aufforstung?
Kommt bei grossen Öffnungen trotz Verbiss genügend Verjüngung auf (kant. Banngebiet)?
Wichtiges Demo-Objekt in Einzugsgebiet des Sachsler Dorfbachs.
Bestandesgeschichte/Frühere Bewirtschaftung
ca. 100-jährige Aufforstung auf ehemaliger Alp Geren; kaum gepflegt; einzelne Lücken durch Windwurf.
Methoden Beobachtung
Verjüngungsaufnahmen, Kontrollzaun
Dokumentation
01.10.2007: Massnahme: Verjüngung mit Schlitzen
- Massnahmentypen
- Verjüngung mit Schlitzen
Zielsetzung Massnahme
Verjüngung: je 1/3 Ah, Fi, Ta
Stabilität: verbleibende Stabilitätsträger haben mind. 1/3 Krone und Schlankheitsgrad < 80
Beobachtungen
Holzschlag mit mit schlitzförmigen Verjüngungsflächen. (Ganzbaumnutzung mit Mobilseilkran bergaufwärts)
Verjüngungsflächen anlegen und vorhandene Ansamung mit punktuellen Zäunen vor Verbiss schützen
Moderholz liegen lassen
Anzeichnungsprotokolle
Holzentnahme
Vorrat: 350 m3/ha (geschätzt)
Holschlag/Anzeichnung: 160 m3/ha gemäss Anzeichnungsprotokoll (45% des geschätzten Vorrats)
02.06.2008: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
45% der Weiserflächen mit direktem Licht, Randbereiche mit Seitenlicht
Ansamung: Bergahorn: Keimlinge und wenig mehrjährige, wenig Tannenkeimlinge, (keine Fichte)
Anwuchs: Bergahorn vereinzelt, Tanne äusserst selten, (keine Fichte), sämtlicher Anwuchs stark verbissen
starke Vegetationskonkurrenz in den Lücken
Dokumentation
15.11.2010: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Die Bodenvegetation hat sich seit dem Holzschlag 2007 sehr stark entwickelt, vor allem Gras und Himbeeren. Einzig unter Schirm sind im Bereich der Stammfüsse moosige Stellen ohne Konkurrenzvegetation zu finden.
Zahlreiche Spuren und Losung deuten auf eine hohe Präsenz des Wildes hin, vor allem Rotwild.
Beim alten Hüttenplatz auf ca. 20 jährigem Totholz beginnen sich einzelne Fichten zu entwickeln, nicht verbissen. Siehe Foto 16.
Beim alten Hüttenplatz, im südwestlichen Teil: Aufwuchs BAh 50-80 cm hoch, sehr stark verbissen. Vereinzelt Ansamung und Anwuchs BAh, Ta, Es, VBe bis max. 30 cm hoch, meist verbissen.
Entlang Begehungsweg, zwischen Hüttenplatz und Strasse, im Seitenlicht zahlreiche Keimlinge Ta, Fi, BAh, Es.
Kontrollzaun oben: Seit Einzäunung 2008 hat sich Konkurrenzvegetation, Gras und Himbeere, stark entwickelt.
Dokumentation
Erkenntnisse
Mögliche Massnahmen, falls bis in 2-3 Jahren keine Verbesserung der Verjüngungssituation eintritt:
Aufhebung des kantonalen Wildschutzgebietes
Bodenschürfungen bei Samenjahr im gesamte Riederberg.
Vereinzelt Bäume fällen und liegen lassen für Moderholzverjüngung.
31.08.2011: Beobachtung / Zwischenbegehung
15.05.2013: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Anwuchs auf Weiserfläche von Konkurrenzvegetation und Schnee stark bedrängt, viel Ausfall
Die 2012 gepflanzten Fichten sind erst auf Teilflächen mit wenig Konkurrenz gut angewachsen.
Die Verjüngung im Seitenlicht ausserhalb der Weiserfläche und auf der Rippe oberhalb der Strasse macht grosse Fortschritte.
Der Kontrollzaun zeigt deutlich, dass Wildeinfluss bei Ahorn sehr gross ist. Tanne nur selten vorhanden und teilweise noch von Schneedecke vor Verbiss geschützt.
Verbleibender Bestand i.O. nur eine umgestürzte Fichte.
Dokumentation
22.07.2015: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Verjüngung:
Gepflanzte Fichten auf oberen Teilflächen wachsen grösstenteils gut, obwohl sie nie ausgemäht wurden, 20-30 cm Jahrestrieb 2015.
Konkurrenzvegetation auf Öffnung flächig und sehr üppig. Konkurrenzvegetation unter Schirm strukturiert und teilweise lückig.
Auf Öffnung vereinzelt Anwuchs Ah, Fi, Ta. Verbiss an Ah und Ta stark.
Im Seitenlicht an günstigen Stellen (unterhalb Stammfüssen, auf erhöhten Stellen und auf Moderholz) truppweise Anwuchs Fi, Ta, Ah. Verbiss an Ah und Ta stark.
Der obere Kontrollzaun zeigt deutlich, wie gut der Ah ohne Verbiss wachsen würde. Ahorn innerhalb Kontrollzaun 2013 ca. 160 cm , 2015 ca. 300 cm hoch.
übriges:
Die früher grossflächig vorhandenen rauen Stellen sind bis auf wenige Restflächen begrünt.
Hohe Stöcke: 10-100 cm hoch, Armierungswirkung dürfte mit Alterung stark abnehmen.
Öffnungsgrössen: bis ca. 90 m in Fallinie unten begrenzt durch flaches Gelände.
Wild:
Verbiss stark
Dokumentation
08.06.2017: Wirkungsanalyse
Beobachtungen
Verjüngung:
Wie 2015
2017 nachgepflanzte Ta treiben gut aus, Körbe teilweise zu eng.
Oberer Kontrollzaun: Grösster Ah ca. 400 cm hoch. Die 2017 vorhandenen Ah sind vermutlich identisch mit dem bei der Einzäunung 2008 vorhandenen Anwuchs. Wegen der starken Entwicklung der Konkurrenzvegetation konnten sich die damals vorhandenen und später angesamten Keimlinge nur noch im Ausnahmefall durchsetzen (z.B. Vobe).
Unterer Kontrollzaun: Weiterhin keine Verjüngung (Farn, schattige Lage). Wegen der starken Entwicklung der Konkurrenzvegetation konnten sich die 2008 sehr zahlreich vorhandenen Keimlinge nicht durchsetzen!
Wild:
Formular „Gutachterliche Erhebung Wildschäden auf NaiS Weiserflächen“: Schaden untragbar
Wildeinfluss (Rotwild) verhindert Aufkommen von Ah und Ta!
Aufgrund der Ergebnisse der Zwischenberichte darf man wohl folgern, dass Ta u. Bah durch Wild kleingehalten werden (sie müssten jetzt sicher im Aufwuchs sein).
Übriges:
Die früher grossflächig vorhandenen rauen Stellen sind bis auf wenige Restflächen begrünt.
Hohe Stöcke: 10-100 cm hoch, Armierungswirkung dürfte mit Alterung stark abnehmen.
Öffnungsgrössen: bis ca. 90 m in Falllinie unten begrenzt durch flaches Gelände.
Erkenntnisse
Rückblick auf Beurteilung 2007
Würde man die Entwicklung auf Formular 2 aus heutiger Sicht anders beurteilen als 2007?
Das „Gefüge vertikal“ hätte sich in 50 Jahren eher positiver entwickelt als 2007 beurteilt (mehr Lücken = mehr Stufen).
Der „Anwuchs“ wäre dank natürlich entstehender Lücken eher positiver ausgefallen als 2007 beurteilt (mehr Lücken = mehr Licht und mehr Randbereiche mit Seitenlicht).
Anforderungsprofil
Die Wirkungsanalyse mittels Formular 5 bezieht sich auf das 2007 festgelegte Anforderungsprofil „Hochwasser“. Neu wurde das Anforderungsprofil „Rutschung“ festgelegt und ist für künftige Beurteilungen massgebend (Für die Wirkungsanalyse 2017 wurde jedoch das Anforderungsprofil von 2007 übernommen). Grund für diesen Entscheid ist der unmittelbare Gerinneeinhang mit möglichen flachgründigen Rutschungen bis ins Gerinne.
Grösse der Verjüngungsfläche
Beurteilung 2007 bei der Schlaganzeichnung:
Beobachtung des Verjüngungserfolges mit Fichte entlang der Riederbergstrasse (Bau um1990) Es wurde erwartet, dass mit gleicher Ausrichten der Verjüngungsfläche gegen Südwesten bezüglich Lichteinfall ähnlich gute Verhältnisse geschaffen werden können. Weil die Seillinie nicht in gleicher Richtung angelegt werden konnte, brauchte es eine gegen Südwesten ziemlich breite Öffnung. Da der Hang entlang der Riederbergstrasse angeschnitten wurde, sind die bergseitig anschliessenden Flächen besser entwässert, die Hochstaudenflur ist dort deshalb weniger konkurrenzstark.
Beobachtung, dass die im Rahmen des Lauberprojektes in den 1990-er Jahren eher zurückhaltend ausgeführten Durchforstungen diffuses Licht in die Aufforstungsbestände brachten, was zu einer sehr starken Vegetationskonkurrenz mit Farn und Hochstauden führte, vor allem in feuchten Bereichen. Daher erachtete man 2007 eine grosse Verjüngungsöffnung als besser geeignet. Es zeigte sich auch während der Wirkungsanalyse, dass in diffus gelichteten Bestandesteilen die Konkurrenzvegetation stark ist.
Beurteilung 2017, 10 Jahre nach Holzschlag:
Der Entscheid, Verjüngungsöffnungen zu schaffen statt diffus aufzulichten, z.B. mit Durchforstung, war richtig. Mit diffusem Auflichten wäre vor allem die Konkurrenzvegetation gefördert worden. Die Verjüngung von BAh, Vobe und Fi hätte kaum profitiert, jene von Ta unter dem herrschenden Verbissdruck auch nicht.
Ideal ist es, mittels kleiner Lücken bzw. der Seilschneise möglichst viele Ränder mit Seitenlicht zu schaffen. So erreicht man den Anwuchs von BAh, Vobe in den Lücken und Fi, Ta im Seitenlicht. Dies funktioniert aber nur bei tragbarem Wildeinfluss
Wildschutzgebiet Sachsler Dorfbach
Auf den Standorten mit wenig strukturierten, diffus aufgelichteten Aufforstungen ohne Vorverjüngung mit Weisstanne im Wildschutzgebiet ist der waldbauliche Spielraum klein (Konkurrenzvegetation, kurze Zeitfenster für Waldverjüngung, Vorverjüngung mit Ta sehr wichtig). Daher ist der Einfluss des Wildes besonders gross.
Schon wenig Wild genügt, um auf bevorzugten Flächen die Waldverjüngung stark zu beeinflussen (insbesondere Bah, Ta und VBe)
Der Gämsbestand hat stark abgenommen, das Rotwild zugenommen.
In den letzten Jahren Abschuss von 1-2 Stück Rotwild pro Jahr durch den Wildhüter.
Abschüsse zum Teil mit dem Ziel das Rotwild zu vergrämen, damit es die Einstände im Wildschutzgebiet verlässt und im offenen Jagdgebiet bejagt werden kann.
2016 wurden in der Gemeinde Sachseln auf der ordentlichen Hochjagd 17 Stk. Kahlwild erlegt. Zusammenhang mit Vergrämungsabschüssen nicht bewiesen aber möglich.
Im Kanton Obwalden ist der Kahlwild-Anteil an der Rotwildstrecke sehr hoch. Dafür gibt es wenig Schonung bezüglich Altersstruktur bei den Stieren.
In früheren Jahren wurden die Grenzen des Wildschutzgebietes periodisch verschoben. Eine teilweise oder vollständige Öffnung des Wildschutzgebietes wurde auch schon diskutiert. Dagegen sprechen folgende Punkte:
wichtige Bedeutung als Brunftplatz für das Rotwild
wichtige Bedeutung für Sozialstruktur innerhalb der Rudel
wichtig für den Nachwuchs bei den Gämsen mit Abwanderung ins offene Jagdgebiet
hohe Akzeptanz bei der Jägerschaft
Einbezug von angrenzenden Alpflächen in den Schutzperimeter, damit sich das Wild weniger auf den Waldflächen konzentriert?
Möglichkeiten zur Regulierung des Wildbestandes im Wildschutzgebiet:
Weiterführung und Erhöhung der Vergrämungsabschüsse während der Hochjagd
Reduktionsabschüsse während der Regulationsjagd in den angrenzenden, offenen Gebieten (Risiko, dass Abschüsse auf den benachbarten Weiden die Hirsche dort vergrämen und in den Schutzwald treiben)
teilweise Öffnung während Hochjagd (zeitlich, örtlich)
Weiteres Vorgehen
Pflanzung und Schutzmassnahmen:
Einzelschutz unterhalten (Pfähle oben und unten, anstatt seitlich).
Oberer Zaun: Morsche Pfähle ersetzen
Unterer Zaun: Ta-Pflanzung
Wildregulierung:
Rotwild-Abschüsse durch Wildhut erhöhen (bisher 1-2, neu 4 Stk. pro Jahr) mit dem Ziel der Vergrämung während der ordentlichen Hochjagd.
Regulationsjagd in angrenzenden Gebieten.
Grundsatzfragen als nächstmögliche Massnahmen diskutieren, z.B. Aufhebung oder Verlegung Wildschutzgebiet, Öffnung von ganzem Gebiet oder Teilgebiet während Hochjagd?
Anpassungen Fragestellungen und Beobachtungssetting?
Fragen/Weiterbeobachten:
Entwicklung der Verjüngung in Öffnung und unter Schirm.
Wildeinfluss (kant. Wildschutzgebiet)
Wirkung von erhöhtem Abschuss im Wildschutzgebiet
Bedeutung Moderholz
Dokumentation
05.06.2019: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Verbleibender Bestand:
Der verbleibende Bestand, insbesondere die Randbäume zur Öffnung sind weiterhin stabil.
Seit 2007 sind total nur vier Fichten umgestürzt, zwei Käferbäume wurden entnommen und eine Fichte ist verdorrt.
Verjüngung:
Kontrollzaun oben: Grösster Ahorn 500 cm hoch. Verbiss über den Zaunrand.
Kontrollzaun unten: Weiterhin keine Verjüngung. (Farn, schattige Lage). Vorschlag: Ta pflanzen.
Öffnungsrand östlich von oberem Kontrollzaun bei Fotostandort 18: Ca. 15 Fi pro Are, 40-200 cm hoch. Ca. 15 Ta pro Are, 10-80 cm hoch, zu 80% verbissen. Einzelne Ahorn 20-40 cm hoch, stark verbissen. Einzelne V‘Be 20-40 cm hoch, stark verbissen. 1 Bu ca. 30 cm. Erwartung: nur Fi kommt weiter auf.
Öffnungsrand bei altem Hüttenplatz, bei Fotostandort 16: Zahlreiche Fi bis 210 cm hoch, alle auf Moderholz
Übrige Öffnung: Starker Farnwuchs mit: Gepflanzte Fi 100-200 cm, gepflanzte Ta 30-40 cm inKorb (Zuwachs 2018: ca. 10 cm),einzelne Ah, V’Be 10-50cm, stark verbissen.
Übriges:
Bei Hüttenplatz zwei liegende Ta von ausserhalb der Weiserfläche.
Wild:
Der Wildeinfluss ist mit dem oberen Kontrollzaun deutlich aufgezeigt. Verbiss (hauptsächlich Rotwild) verhindert Aufkommen von Ta, Ah, V’Be.
Der Abschuss muss unbedingt erhöht werden, z.B. mit der Aufhebung des Wildschutzgebietes „Sachsler Dorfbach“ mindestens versuchsweise über ein paar Jahre.
Dokumentation
25.05.2021: Beobachtung / Zwischenbegehung
03.07.2023: Beobachtung / Zwischenbegehung
Beobachtungen
Verjüngung:
Kontrollzaun oben: Grösster Ahorn ca. 700 cm hoch. Unterschied zu Verjüngung ausserhalb Zaun sehr gross.
Kontrollzaun unten: Zaun wurde 2021 entfernt. Weiterhin keine Verjüngung sichtbar (Graswuchs, Hochstauden).
Öffnungsrand östlich von oberem Kontrollzaun bei Fotostandort 18: Ca. 25 Fi pro Are, 40-250cm hoch. Ca. 25 Ta pro Are, 10-170 cm hoch, zu 80% verbissen+ viele neue Ta 10-20 cm hoch. Einzelne Ahorn 20-80 cm hoch, stark verbissen. Einzelne V‘Be 20-80 cm hoch, stark verbissen.1 Bu ca. 50 cm Erwartung: nur Fi kommt weiter auf.
Öffnungsrand bei altem Hüttenplatz, bei Fotostandort 16: Zahlreiche Fi bis 400 cm hoch, alle auf Moderholz
Übrige Öffnung: Starker Farnwuchs mit: Gepflanzte Fi 200-300 cm, gepflanzte Ta und geschützte Naturverj. Ta 60-100 cm in Korb (Zuwachs 2022: 10-20 cm), einzelne Ah, V’Be 10-80 cm, stark verbissen. Gepflanzte TrKi+VBe sind verschwunden. Eschen fast alle ausgefallen.
Wild:
Der Wildeinfluss (hauptsächlich Rotwild) ist mit dem oberen Kontrollzaun deutlich aufgezeigt.
Trotz hoher Anzahl junger Ta und Ah ist deren Aufkommen unsicher.
Mit Korb geschützte Ta und Ah werden verbissen, sobald sie über die Korbhöhe hinauswachsen.
Die 2020 gepflanzten 90 Stk. Traubenkirschen und Vogelbeeren sind verschwunden.
Bei der aktuellen hohen Verbissintensität wird erwartet, dass nur Fi aufkommt und die im Hinblick auf den Klimawandel notwendigen weiteren Baumarten ausfallen.
Aus Sicht Wald wird daher schon seit Jahren gewünscht, dass der Rotwildbestand im Wildschutzgebiet Sachsler Dorfbach bejagt wird.
Einzelne Abschüsse erfolgten jeweils durch die Wildhut und 2023 wird im Wildschutzgebiet Sachsler Dorfbach die Jagd auf Rotwild geöffnet:
Dokumentation
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Kommentare
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